1000 Fragen – #6

#1, #2, #3, #4, #5

101. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu?
Schon irgendwie, komischerweise, obwohl ich wirklich denke, dass das alles Humbug ist. Jedoch: Ich habe mir mal ein Geburtshoroskop erstellen lassen, mit den ganz genauen Konstellationen meiner Geburststunde. Und da steht unter anderem drin: „Saturn im Zwilling symbolisiert eine Auseinandersetzung mit Sprache und Intellekt. Sie neigen dazu, hohe Anforderungen an Ihre sprachlichen Fähigkeiten und Ihr Wissen zu stellen. Die Unzufriedenheit über jedes falsche Wort treibt Sie an, Ihre sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten zu verbessern, sich ein solides Fachwissen anzueignen und sich im logischen Denken zu üben.“ Das (und viele andere Eigenschaften, die dort  beschrieben werden) ist sehr zutreffend, was mich wirklich verblüfft.

102. Welche Farbe dominiert in deinem Kleiderschrank?
Blau, Oliv, Schwarz, Weiß.

103. Holst du alles aus einem Tag heraus?
Das ist tagesformabhängig. Es gibt Tage, da mache ich alles mit links. Es gibt aber auch Tage, da ist es für mich eine kaum überwindbare Herausforderung, die Spülmaschine auszuräumen. Ich nehm’s, wie’s kommt.

104. Wie viele TV-Serien schaust du regelmäßig?
Im Fernsehen? Schon lange keine mehr. Ich netflixe :-). Früher (also wirklich: ganz früher) habe ich Marienhof, Verbotene Liebe und Lindenstraße geschaut.

105. In welchen Momenten wärst du am liebsten ein Kind?
Oh, ich bin sehr froh, erwachsen zu sein. Und ich genieße es, mit dem Filius ab und an wieder Kind sein zu dürfen.

106. Kannst du eine Woche auf das Internet verzichten?
Kaum; ich versuche es im Urlaub jedes Mal, schaffe es aber nicht. Es ist durchaus eine Sucht.

107. Wer kennt dich am besten?
Meine Mutter, Freunde von früher, mein Bruder, denke ich.

108. Welche Arbeit im Haushalt findest du am wenigsten langweilig?
Backen.

109. Bist du manchmal von anderen enttäuscht?
Sehr selten. Ich versuche, keine Erwartungen zu haben, dann wird man auch nicht enttäuscht. Und: Auch wenn ich mal anfänglich enttäuscht bin, bemühe ich mich sehr, die Motivation des anderen zu verstehen. Wenn das gelingt, bin ich auch nicht mehr enttäuscht, sondern kann sein Handeln nachvollziehen.

110. Wie sieht ein idealer freier Tag für dich aus?
Ich habe das Haus für mich alleine und den Schwung im Hintern, um ein paar Projektchen zu erledigen. Zwischendurch mach ich Sofapausen und schaue ein paar Folgen meiner aktuellen Serie.

111. Bist du stolz auf dich?
Teilweise, ja.

112. Welches nutzlose Talent besitzt du?
Ich kann mir Liedertexte mühelos merken. Tausende. Damit lässt sich leider kein Butterbrot verdienen.

113. Gibt es in deinem Leben etwas, das du nicht richtig abgeschlossen hast?
Ja.

114. Warum trinkst du Alkohol beziehungsweise keinen Alkohol?
Oh, ich mag einfach bestimmte alkoholische Getränke. Mir schmecken Apérol Spritz, Champagner, Prosecco, Gin Tonic, Radler, Weizenbier. Leider (!) mag mein Körper keinen Alkohol und ich muss besonders Mischtrinken meist bitter bezahlen.

115. Welche Sachen machen dich froh?
Mein Leben macht mich froh! Ich habe alles, was ich mir nur wünschen könnte, und irgendwie noch viel mehr. Der Filius macht mich jeden Tag vom Aufstehen bis zum Schlafengehen froh. Ich bin ein wirklich glücklicher Mensch.

116. Hast du heute schon einmal nach den Wolken am Himmel geschaut?
Es gibt heute keine, der Himmel ist strahlend blau.

117. Welches Wort sagst du zu häufig?
Scheiße.

118. Stehst du gern im Mittelpunkt?
Kommt drauf an. Ich bin glaube ich manchmal in Gruppenkonversationen extrem dominant. Das stört mich selber und ich nehme mir dann immer vor, mich zurück zu halten. Reden halten kann ich nicht, was mir nichts ausmacht, ist, vor Menschen zu singen.

119. Wofür solltest du dir häufiger Zeit nehmen?
Zum Ausmisten!

120. Sind Menschen von Natur aus gut?
Nein. Die Natur ist von Natur aus wohlwollend, oder anders gesagt: Das Universum selber will niemandem absichtlich etwas Schlechtes. Aber die Menschen? Was ich zurzeit sehen und hören muss, sagt mir: es gibt gute Menschen und es gibt schlechte. Ob sie es von Natur aus sind, vermag ich nicht zu sagen. Wobei ich einräumen will: In meinem direkten Umfeld gibt es keine schlechten Menschen und persönlich bin ich auch nur wenigen begegnet. Weiß auch nicht, wo die sich alle tummeln – Facebook und Twitter sind voll von ihnen.

Advertisements

1000 Fragen – #5

#1, #2, #3, #4

81. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest?
Die Frage ist ein bisschen absurd. Aber, gut: Ich würde mich um den Verstand lesen. Oder vielleicht irgendwas lernen, was ich vorher nicht konnte. Vielleicht würde ich „Romeo und Julia“ auswendig lernen. Oder Seilspringen. Jedenfalls würde ich versuchen, à la „Schachnovelle“ meinen Verstand so auszulasten, dass ich nicht verrückt werden würde.

82. Was hat dich früher froh gemacht?
Definiere „früher“ – als Kind, als Jugendliche? Vor 10 Jahren?

Weihnachten, mein Geburtstag. Die Vorfreude auf Partys. Wenn mein Lieblingssong in der Disco lief. Wenn mein „Schwarm“ mich in irgendeiner Form beachtet hat. Wenn die beste Freundin anrief. Schulferien.

Was mich immer froh gemacht hat und es heute noch tut: Die weitläufige Familie um mich herum haben und die fröhliche und oft ausgelassene Stimmung genießen.

83. In welchem Outfit gefällst du dir sehr?
Keine Ahnung. Lieblingsoutfits charakterisieren sich heutzutage als solche, wenn sie bequem sind.

84. Was liegt auf deinem Nachttisch?
Mein Handy, meine Brille, mein Kindle.

85. Wie geduldig bist du?
Gar nicht. Ich habe mich immer für extrem geduldig gehalten, bis ich Mutter wurde.

86. Wer ist dein gefallener Held?
Ich hab keinen. Ich weiß es nicht, ich kann mit dieser Frage überhaupt nichts anfangen. Ich habe keine Helden. Insofern können auch keine fallen.

87. Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst?
Nein. Also ich hoffe doch.

88. Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten?
Sandra.

89. Meditierst du gern?
Ich weiß es nicht, hab ich noch nie gemacht.

90. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf?
Sofa, Netflix, Alkohol. Oder alternativ: Kuscheln mit dem Filius.

91. Wie heißt dein Lieblingsbuch?
Ich hab keins. Immer das, das ich grade lese.

92. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über WhatsApp?
Ich denke, Sina. Und mit der Gang.

93. Was sagst du häufiger: Ja oder Nein?
Ich glaube: Ja. Wenn man den Filius fragt: Nein.

94. Gibt es Gerüchte über dich?
Vielleicht?

95. Was würdest du tun, wenn du nicht mehr arbeiten müsstest?
Endlich alle Projekte in diesem Haus in Angriff nehmen, die mir hier seit einiger Zeit die Luft abschnüren, weil sie so unerledigt rumliegen. AAAARGH!

96. Kannst du gut Auto fahren?
Ich glaube: Ja. Wenn man den Mann fragt: Nein. Fast 30 Jahre unfallfrei sprechen  eigentlich für sich.

97. Ist es dir wichtig, dass dich die anderen nett finden?
Definiere: die anderen. Irgendwelche Leute sind mir egal. Diejenigen, die ich nett finde, sollen mich natürlich auch nett finden. Aber das ist ja meistens eh so.

98. Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders?
och…

99. Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst?
… das Allerschönste was Füße tun können, ist: Tanzen.

100. Hast du jemals gegen ein Gesetz verstoßen?
Ganz bestimmt, aber niemals absichtlich.

1000 Fragen #4

#1, #2, #3

61. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?
Sehr schwierige Frage, die sich für mich nicht einfach mit ja oder nein beantworten lässt. Also. Woran ich nicht glaube, ist, dass es einen haptischen Ort gibt, an dem alle verstorbenen Seelen sich aufhalten und fröhliche Feste feiern. Ich glaube auch nicht an ein Fegefeuer, eine Hölle oder ähnlich Gruseliges. Es fällt mir gleichzeitig aber auch schwer, anzunehmen, dass ein Mensch mit seinem Tod einfach aufhört. Sein Geist, seine Seele, das, was seine Individualität ausgemacht hat, ist ja nicht weg. Das bleibt ja irgendwo, in der Erinnerung der zurückgebliebenen Menschen oder in seinem Wirken. Die Seele eines Menschen, das möchte ich gerne glauben, stirbt nicht mit dem Körper, sie bleibt irgendwie. Wo und wie, das kann ich nicht benennen.

62. Auf wen bist du böse?
Zurzeit auf alle diejenigen, die Hass schüren, Hetze verbreiten, Angst machen und dumme Parolen von sich geben. Und nicht verstehen, dass es das alles vor nicht mal 100 Jahren in diesem Land schon einmal gab, was völlig eskaliert ist. Ich bin sehr böse auf diejenigen, die unüberlegt dumme Sätze raushauen, die unsere Sprache verrohen lassen und die sich in ihrem Wohlstand und dem Glück, hier geboren zu sein, suhlen. Ekelhaft.

63. Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Nein. Es ist vergleichsweise teuer und hier auf dem Land sehr unbequem.

64. Was hat dir am meisten Kummer bereitet?
In meinem bisherigen Leben? Sicherlich der viel zu frühe Tod meines Vaters  und damit verbunden, dass er unseren wunderbaren Sohn nie kennenlernen durfte. Der Verlust eines Babys, das ich nie kennenlernen durfte und damit verbunden, dass mein Sohn keine Geschwister bekommen hat. Und die letzte Präsidentenwahl in den USA.

65. Bist du das geworden, was du früher werden wolltest?
Nein. Das mag aber auch daran liegen, dass ich nie was Bestimmtes werden wollte –  rückblickend eines meiner größten Mankos.

66. Zu welcher Musik tanzt du am liebsten?
Oh gerne! Popmusik, 80er- und 90er-Jahre. House. Und zu diesem Stück.

67. Welche Eigenschaft schätzt du an einem Geliebten sehr?
Seine Gelassenheit.

68. Was war deine größte Anschaffung?
Ein Auto. Ein Hausbau.

69. Gibst du Menschen eine zweite Chance?
Kommt drauf an, was sie verbaselt haben und wie sehr ich verletzt wurde.

70. Hast du viele Freunde?
Definiere „viele“ – ich finde schon.

71. Welches Wort bringt dich auf die Palme?
Asyltourismus.

72. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen?
Ja! Ich war mal als Kandidatin bei „Wer wird Millionär?“!

73. Wann warst du zuletzt nervös?
Ich weiß es nicht … bei der Schulanmeldung des Filius war ich aus mir unerklärlichen Gründen extrem nervös.

74. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause?
Dass meine kleine Familie darin wohnt.

75. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen?
Radio, Regionalzeitung, TV

76. Welches Märchen magst du am liebsten?
Keines. Märchen sind alle schrecklich! Ich lese auch keine vor. Es gibt schönere und bessere Geschichten für Kinder.

77. Was für eine Art von Humor hast du?
Von allem etwas: ein bisschen Ironie und Sarkasmus, ein bisschen Albernheit – und eben ganz viel Slapstick.

78. Wie oft treibst du Sport?
Gna.

79. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck?
Diese Frage kann ich schlecht beantworten … ich hoffe, wenn, dann einen guten!?

80. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten?
Kaffee und Netflix

1000 Fragen #3

#1, #2

41. Trennst du deinen Müll?
Klar. Ich versuche auch seit einiger Zeit, bewusst Plastikmüll zu vermeiden.

42. Warst du gut in der Schule?
Ja, ich war eine mühelos gute Schülerin.

43. Wie lange stehst du normalerweise unter der Dusche?
Ich habe das noch nie nachgemessen, schätze aber so ca. 10 Minuten. Wichtig: Das Wasser habe ich dabei nicht die ganze Zeit laufen.

44. Glaubst du, dass es außerirdisches Leben gibt?
Sicher.

45. Um wieviel Uhr stehst du in der Regel auf?
Je nachdem, wann der Filius Schule hat, um 6 oder halb sieben. Am Wochenende wird’s auch gern mal 9 mit dem Aufstehen (Aufwachen ist ja nicht gefragt).

46. Feierst du immer deinen Geburtstag?
Jein. Ein bisschen eigenlich immer aber selten groß. Mir wird immer schnell alles zuviel.

47. Wie oft am Tag bist du auf Facebook?
Viel, viel zu oft.

48. Welchen Raum in deiner Wohnung magst du am liebsten?
Derzeit ist es einfacher zu sagen, welche Räume ich aufgrund des totalen Chaos dort überhaupt nicht mag. Jedoch: ich mag unseren Eingangsbereich sehr mit meiner Lieblingskommode und den aufgehängten Bildern. Ich liebe unser Wohnzimmer mit dem großen Lümmelsofa und ich mag auch unser Bad sehr gerne.

49. Wann hast du zuletzt einen Hund (oder ein anderes Tier) gestreichelt?
Gestern habe ich eine Katze gestreichelt, die schnurrend angeschmust kam UND SIE HAT MICH GEBISSEN. ’nuff said.

50. Was kannst du richtig gut?
Hm. Ich würde gerne sagen: schreiben und singen, aber ich bin mir nicht sicher, ob mein Umfeld mir da zustimmt. Haha. Ich kann mir richtig gut Liedertexte merken und ich bin sehr gut im Sachen wieder finden, weil ich ein fotografisches Gedächtnis habe. Ich kann gut Quatsch machen und – das fällt mir jetzt gerade ein: Ich kann gut Leute und Dialekte nachmachen.

51. Wen hast du zum ersten Mal geküsst?
Ich fürchte es war Dirk. Aber das – und das sollte hier unbedingt festgehalten sein – ist sicher nicht der Kuss, der mir von allen am beeindruckendsten in Erinnerung geblieben ist.

52. Welches Buch hat einen starken Eindruck bei dir hinterlassen?
Diese Frage ist aufgrund der Masse an Büchern, die ich konsumiere, für mich sehr schwer zu beantworten. Ich habe damals „Die Säulen der Erde“ regelrecht verschlungen. Und der Band in der Lynley-Reihe (Elizabeth George), in dem Helen, Lynleys Frau, erschossen wird, sowie der Nachfolgeband („What came before he shot her“) haben mich sehr mitgenommen.

53. Wie sieht für dich das ideale Brautkleid aus?
So wie meines. Haha. Ernsthaft: I couldn’t care less. Ich finde das Riesentamtam, das um Brautkleider gemacht wird, schwer nachvollziehbar und wirklich Geldverschwendung. Klar will man schön aussehen, wenn man heiratet, aber ein Kleid für Tausende von Euro für einen Tag, das dann im Schrank endet, finde ich, ehrlich gesagt, lächerlich.

54. Fürchtest du dich im Dunkeln?
Manchmal.

55. Welchen Schmuck trägst du täglich?
Meinen Verlobungsring und meinen Ehering.

56. Mögen Kinder dich?
Manche ja, manche nein. Kinder verstehen meist keine Ironie, das macht es manchmal schwierig. Ich mag auch nicht pauschal alle Kinder, nur weil es eben Kinder sind. Insofern finde ich die Frage unsinnig; Kinder sind ja auch nur Menschen. Und die Frage „mögen Menschen dich“ würde man so nicht stellen. Manche mag man, manche nicht, andere mögen einen, andere nicht. So ist es halt.

57. Welche Filme schaust du lieber zu Hause auf dem Sofa als im Kino?
Mittlerweile eigentlich alle, da ich ein Originalton-Snob bin und es in unserer Umgebung gerade mal ein einziges Kino gibt, das aktuelle OV-Filme zeigt.

58. Wie mild bist du in deinem Urteil?
Im ersten Moment oft gnadenlos. Manchmal revidiere ich das dann nach einer Unterhaltung oder längerem Nachdenken.

59. Schläfst du in der Regel gut?
Schon.

60. Was ist deine neueste Entdeckung?
Freixenet rosé Ice mit gefrorenen Himbeeren.

1000 Fragen – #2

#1  gibt es hier

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?
Das kann ich nicht mit „ja“ oder „nein“ beantworten. Es ist mir egal, was Außenstehende von mir denken. Es ist mir nicht egal, was Menschen, die mir nahe stehen, über mich denken.

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten?
Den Feierabend.

23. Kannst du gut kochen?
Ich glaube schon. Ich koche sehr gerne. Die Herausforderung ist ja, täglich abwechslungsreich, frisch, ohne Fertigprodukte und mit regionalen Produkten zu kochen. Ich probiere auch gerne neue Sachen aus.

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten?
Frühling.

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht?
Einen ganzen Tag lang? Daran kann ich mich nicht erinnern. Manchmal habe ich einen Nachmittag „frei“. Aber überhaupt nichts mache ich dann auch nicht – mindestens Wäsche zusammenlegen und aufräumen ist immer drin.

26. Warst du ein glückliches Kind?
Ich glaube schon, auch wenn mich – wie heute auch noch – immer Sorgen und Ängste begleitet haben.

27. Kaufst du oft Blumen?
Ja.

28. Welchen Traum hast du?
Ich würde wirklich gerne mal auf der Bühne stehen; entweder mit einer Band oder in einem Theaterstück.

29. In wievielen Wohnungen hast du schon gewohnt?
1. 1998-2000 Mähringen
2. 2000-2002 Derendingen
3. 2002-2007 Hirschau
4. 2007- Dez. 2012 Reutlingen
5. Jan 2013 bis heute – Villa Kunterbunt

 

30. Welches Laster hast du?
Netflix

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?
The Last Piece of My Heart von Paige Toon.

32. Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?
Weil meine Haare in den letzten Jahren irgendwie so schwierig geworden sind und das momentan die einzige Frisur ist, die einigermaßen funktioniert. Glücklich bin ich damit aber nicht.

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?
Leider ja.

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto?
Einen für meine Verhältnisse überraschend großen Betrag im Plusbereich.

35. In welchen Laden gehst du gern?
In Supermärkte im Ausland. In den Rammerthof in Raidwangen und in den „schönen“ Rewe in Metzingen.

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?
Je nach Tageszeit: Cappuccino, Apérol Spritz oder Holunderschorle.

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen?
Meistens erst hinterher.

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?
Ich bins ja schon.

39. Willst du immer gewinnen?
Beim Quizduell: Ja. Beim Memoryspielen gegen meinen Sohn: Nein.

40. Gehst du in die Kirche?
Ab und zu. Wenn, dann bin ich immer wieder überrascht, wie gut es mir tut.

1000 Fragen – #1

1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?
Keine Ahnung, ich kann mich nicht erinnern. Sollte mir zu denken geben, was?

2. Mit wem verstehst du dich am besten?
Mit meinem Mann.

3. Worauf verwendest du viel Zeit?
Aufräumen. Lesen. Schlafen. Arbeiten. Aufräumen.

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?
Alles, was mit Slapstick zu tun hat.

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?
Ja, aber ich kann es nicht zurückhalten.

6. Woraus besteht dein Frühstück?
Toast und Kaffee.

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?
Meinem Sohn.

8. In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter?
In vielen. Ich bin rechthaberisch, glaube ich.

9. Was machst du morgens als Erstes?
Meinen Sohn küssen.

10. Kannst du gut vorlesen?
Ich denke, ja.

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?
Bei uns gab es das Christkind, aber ich weiß nicht, ob ich jemals wirklich dran geglaubt habe. Wirklicher kam mir der Nikolaus vor. Aber ich denke, spätestens ab 6 habe ich gewusst, dass die Eltern dahinter stecken.

12. Was möchtest du dir unbedingt irgendwann einmal kaufen?
Ein E-Auto.

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?
Geduld, Gelassenheit und Zuversicht.

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?
Shopping Queen!

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?
Ich glaube, das war vergangenes Jahr um Pfingsten rum im Legoland. Oder ist das schon zwei Jahre her?

16. Wie alt möchtest du gern werden?
Mindestens 85, aber nur wenn ich geistig fit bleibe.

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?
An unsere Wohnmobil-Tour im Westen Nordamerikas. Das war mit Abstand der beste, entspannteste und coolste Urlaub, ever. Vegas, baby.

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?
Weit enfernt.

19. Hättest du lieber einen anderen Namen?
Nö.

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?
Ich zweifele glaube ich täglich an mir. Zuletzt habe ich an mir selbst gezweifelt, weil keiner außer mir den schlechten Geruch am Wasserbett feststellen konnte. Am Ende habe ich dann aber doch recht gehabt.

Dankbar #3

Ich bin für sehr Vieles in meinem Leben dankbar. Heute greife ich einen Aspekt, einen Umstand oder einen Menschen auf, für den ich zurzeit besonders dankbar bin. Eine Serie. (Dankbar #1, Dankbar #2)

Das erste halbe Schuljahr ist schon um, der bald Siebenjährige ist ein routinierter und begeisterter Schüler. Statt Halbjahreszeugnisse gibt es in der ersten Klasse ein Gespräch mit der Klassenlehrerin. Ich weiß ja, dass das Kind den Schulstoff problemlos aufnimmt und auch sonst keine Schwierigkeiten hat. Ich gehe also ganz entspannt in das Gespräch und bin doch unendlich gespannt und neugierig darauf, wie mein Kind in der Schule wahrgenommen wird. Habe ich mir doch im Vorfeld auch Sorgen und Gedanken gemacht.

Ja. Gut angekommen ist er, berichtet die Lehrerin, findet sich sehr gut zurecht, ist bei den anderen Kindern sehr beliebt, freundlich, höflich, hilfsbereit. Geduldig, ruhig, selbstbewusst. Spätestens jetzt ist mein Kloß im Hals so dick, dass er wahrscheinlich sichtbar ist, und ich kämpfe mit den Tränen der Rührung. Ich reiße mich zusammen. Die Lehrerin erzählt weiter, dass der Sohn alles versteht, was man ihm erklärt, Arbeitsanweisungen selbstständig und richtig ausführen kann, dass er sehr interessiert ist und wissbegierig, dass er viel weiß und dieses Wissen auch selbstbewusst zum Unterricht beiträgt (jup – ich sag nur: Woozle Goozle!). Dass er einen sehr großen Wortschatz hat, sich gut ausdrücken kann, flüssig liest (aber nie gelangweilt ist, weil die anderen noch nicht so weit sind, sondern dann hilft und unterstützt – der Wahnsinn!) und weit über den geforderten Zahlenraum hinaus rechnen kann. Abschließend sagt sie dann: „Der macht seinen Weg.“ Und dieser Satz bleibt.

Als ich dann zum Parkplatz gehe, lasse ich die Tränen laufen. Vor Glück, Erleichterung, ein bisschen Stolz und Dankbarkeit. Denn was braucht es denn mehr fürs Kind als „der macht seinen Weg“? Dieser eine Satz nimmt mir als Mutter eine der größten Sorgen von der Seele. Mein Kind ist stark genug fürs Leben, es findet sich zurecht, es findet sich in eine Gemeinschaft ein, es zeigt gutes Sozialverhalten, es ist mutig und selbstbewusst und vertritt seinen Standpunkt. Ja, es macht seinen Weg. Dem Universum sei Dank. Irgendwas hat man schon richtig gemacht.

Ich bin mir nicht so sicher, wie viele von diesen positiven Eigenschaften ich mir – oder wir uns – als Eltern auf die Fahne schreiben darf/dürfen. Denn natürlich sind wir gesegnet mit diesem Kind. Es wurde uns geschenkt. Der kam schon so – wir haben da nicht mehr viel gemacht. Die Sanftmut, die Verständigkeit, das fröhliche, ausgeglichene Wesen, der Gerechtigkeitssinn und die große Wissbegierde, all das wurde unserem Sohn sicher mit in die Wiege gelegt. Das haben wir nicht anerziehen können. Ich lege Wert darauf, dass er „Bitte“ und „Danke“ sagt, und „Grüß Gott“ und „Ade“. Das habe ich ihm anerzogen, ja. Aber alles andere?

Was für ein großes Glück, dass dieser wundervolle Junge bei uns gelandet ist. Was für ein Geschenk. Ich bin sehr dankbar.

Life was beautiful then

Ich habe das große Glück, mit zwei wundervollen Omas aufgewachsen zu sein. Über die eine habe ich hier schon geschrieben. Die andere, meine Oma Rosel, wäre vorgestern 98 Jahre alt geworden. Und wenn sie noch am Leben wäre, bin ich ganz sicher, hätten wir im ganz großen Stil gefeiert.

Meine Oma Rosel war eine Dame. Wir nannten sie, ob der frappierenden Ähnlichkeit, auch „die Queen“. Sie kam „aus gutem Hause“, der Vater Zollbeamter, beide Eltern sehr bedacht auf eine gute Ausbildung ihrer Kinder, auch der Mädchen, was in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mitnichten selbstverständlich war.

So war meine Oma also eine ausgesprochen kluge und gebildete Frau. Sie konnte Französisch (gerne ließen wir uns von ihr die 5 Nasale vorsprechen: „an, en, in, on, un“) und wunderbar Klavier spielen (ich erinnere mich mit leiser Wehmut an die Male, als wir vierhändig auf ihrem wunderschönen Klavier gespielt haben). Sie hat mit Ende 70 einen Englischkurs bei der Volkshochschule belegt, in dessen Verlauf sie einmal eine Londonreise erlebt hat, auf der sie … PIERCE BROSNAN getroffen hat (von dem sie vorher noch nie gehört hatte – aber als man ihr dann erklärte, dass sei James Bond, gab es kein Halten mehr)! Das Foto, das die beiden zusammen zeigt (er ganz Gentleman, natürlich), ist leider verloren gegangen. Aber vergessen werde ich es nie.

Ihr ganzes Leben lang hat sie Bücher gelesen, sich weiter gebildet, Interesse an allem gezeigt – außer an unserer, wie sie es nannte, „Hottentotten-Musik“. Popmusik und meine Oma wurden nie Freunde. Aber gesungen hat sie trotzdem mit uns.

„Kalender, Kalender, du bist ja schon so dünn, jetzt ist nicht mehr lange bis Weihnachten hin“, klang es oftmals aus der Küche, um uns im Kinderzimmer in den Schlaf zu wiegen. Wenn sie aufhörte, so erzählte sie gerne, schallte es prompt aus dem Stockbett: „Oma! Kalender!“ Viele andere lustige Lieder hat sie mit uns geträllert. Von dem „Fähnchen auf dem Turme“ (begleitet von lustig wackelnden Händen) bis hin zur alten Fliege, „wenn ich dich kriege, dann reiß‘ ich dir das linke Bein heraus“… (die Geschichte nimmt aber ein gutes Ende!) Wenn ich also an meine Oma denke, dann denke ich an Musik, an Fröhlichkeit, an die schöngeistigen Dinge des Lebens.

Dabei hat meine Oma, natürlich, wie die andere auch, zum Teil ein hartes Leben gehabt. Während des Krieges war sie alleine mit ihrem Erstgeborenen, meinem Papa. In dieser Zeit ist ihr die neugeborene Tochter in den Armen verstorben. „Sie war ganz blau“, sagte sie. Nach dem Krieg war ihr Mann, mein Opa, in Kriegsgefangenschaft, lange. So lange, dass mein Papa, als sein Vater wieder zurückkehrte und mit strenger Hand das Regime übernahm, sie fragte, „ob der Mann auch bald wieder abreisen“ würde. Ihr Klavier haben ihr die Franzosen enteignet. Es gibt eine Geschichte, wie sie sich dieses wieder zurück geholt hat. Leider hat sie diese nie aufgeschrieben.

So hat mein Onkel seine Mutter einmal beschrieben: „Steht mit der Faust“. Denn neben aller Schöngeistigkeit und allem Sinn für das Feine, war meine Oma eine unglaublich starke, unbesiegbare Frau. Sie hat sich nie die Butter vom Brot nehmen lassen. Sie hat nicht viel vom Leben erwartet – aber was sie sich hart erarbeitet hatte, das ließ sie sich  nicht wegnehmen. Ihr Sinn für Gerechtigkeit und Anstand war groß. Und den hat sie uns allen mit gegeben.

Kochen und backen konnte sie natürlich auch! Wie gerne saßen wir um ihren runden Tisch, schön gedeckt mit gemustertem Porzellan und echtem Silber, und aßen die von ihr zubereiteten Speisen, alles natürlich selbstgemacht, Kartoffelpuffer mit Apfelmus, Pfannkuchen (mit einem Schuss Bier im Teig, damit sie schön locker waren), Aprikosenknödel, Spätzle. Nachtisch gab es auch immer: Schokopudding mit Vanillesoße oder Rote Grütze! Und der Opa hat immer gesagt: du musst sie dir vorne durch die Zähne ziehen. Lecker! Wenn wir Kinder in den Ferien alleine bei den Großeltern waren, gab es abends zum Fernsehen immer ein Eis. Natürlich vom Migros; schließlich wohnte man ja nahe der Schweizer Grenze.

Kurz vor ihrem achtzigsten Lebensjahr hat meine Oma dann den ganz großen Paukenschlag verkündet: Sie möchte die USA bereisen. Mit ihren Enkeln. Der Arzt habe grünes Licht gegeben. Wir mögen alles organisieren, sie bezahlt. Dafür hat sie sich dann extra eine goldene MasterCard ausstellen lassen. Mein Bruder, meine beiden Cousins und ich ließen uns nicht lange bitten – so verbrachten wir zwei unvergessliche Wochen mit der Oma im Osten der Vereinigten Staaten: New York, Boston, Vermont, Niagarafälle. Unzählige lustige Erinnerungen sind uns von dieser Reise geblieben – dass die Oma immer zur Kaffeestunde nach einem „Fettkröppel“ (sprich: einem Donut von Dunkin‘ Donuts) verlangte, ist nur eine davon.

Liebe Oma, du fehlst mir sehr. Mit dir ist ein ganz großes Stück unserer Familiengeschichte gegangen. Deine Sprüche und Lieder begleiten mich bis heute. Ich bin stolz darauf, deine Enkelin zu sein. Du warst eine große Lady, ein besonderer Mensch und die beste Oma, die man sich wünschen kann. Danke.

Dankbar #2

Ich bin für sehr Vieles in meinem Leben dankbar. Heute greife ich einen Aspekt, einen Umstand oder einen Menschen auf, für den ich zurzeit besonders dankbar bin. Eine Serie.

„Ach, dann mach ich mich einfach selbstständig“, besprach ich mit dem besten Mann, als klar wurde, dass mein Bezahljob ein absehbares Ende haben würde. Die Idee war gut und realistisch: Arbeitszimmer und -werkzeug waren ja bereits vorhanden. Mehr als einen Computer mit Internetzugang und ein Telefon würde ich für meinen neuen Job nicht brauchen. Ich wollte (und will) Texte lesen, Texte gut machen, Texte korrigieren. Das ist eines der wenigen Dinge, die ich wirklich gut kann und die ich leidenschaftlich gerne tue. Kunden, dachte ich, würde ich mit Aushängen (zwei Universitäten in unmittelbarer Nähe) und einer guten Website (einen tollen Grafiker und einen super Fotografen an der Hand) schon finden, ein paar Kontakte hatte ich während meiner berufstätigen Zeit ja auch gesammelt. Und dann gibt es ja auch noch Xing.

So dachte ich, und gründete im Oktober 2014 mein eigenes Lektoratsbüro „Messmerscharf“. Ich gab dem Ganzen zwei Jahre.

Jo. Der Anfang war zäh. Da saß ich also und wartete auf Kundschaft. Klar, ich hab auch Akquise gemacht – ein bisschen. Leute anrufen und meine  Arbeit anbieten, na, das ist nicht so meins. Nicht gerade eine tolle Voraussetzung für ein Start-up. Immer mal wieder tröpfelte ein Auftrag über die Website rein, ab und zu bekam ich Arbeit über mein ehemaliges Büro. Überwiegend herrschte jedoch in meinem Mailpostfach gähnende Leere, das Telefon schwieg und ich hatte schlaflose Nächte, weil ich nicht wusste, wie ich meine Krankenversicherung bezahlen sollte. (Natürlich, und das muss ehrlicherweise erwähnt sein, war das finanzielle Risiko, dass ich einging, nicht existenziell. Unser Haushalt ist auf mein Gehalt nicht angewiesen, das bisschen, was ich mit 40% im Backoffice verdiente, und so konnte ich schon relativ gelassen bleiben. Dafür war und bin ich sehr dankbar. Nur: Ich wollte einfach, dass es funktionierte.)

Ein paar Monate gingen ins Land und ich war mit der Gesamtsituation unzufrieden. Keine Aufträge bedeuteten kein Einkommen, keine Aufgabe (man kann auch nur so viel Haushalt an einem Vormittag machen) und nagende Selbstzweifel. Es war unschön. Aus Verzweiflung habe ich mich dann bei zwei verschiedenen Schreibbüros beworben, um wenigstens auf 450-EUR-Basis was dazu zu verdienen. Jo. Die wollten mich nicht  haben – meine Testarbeiten waren zu schlecht. Da war ich dann am absoluten Tiefpunkt meiner Selbstständigkeit angelangt. Aber – und das ist untypisch für mich – aufgeben war keine Option, zu sehr hing ich an meinem kleinen Betrieb und an dem Traum, bequem von zuhause aus Aufträge abzuarbeiten und so genügend Zeit für Sohn und Haushalt übrig zu haben, ohne mich abzuhetzen und ohne Druck und Stress. Und so recherchierte ich eben weiter. Und stolperte über einen Verlag, der Lektoren beauftragt. Einen Probeauftrag meisterte ich mit Bravour: Den ersten Stammkunden hatte ich mir gesichert. Dem folgten noch ein paar weitere – und ein glücklicher persönlicher Kontakt, über den ich ebenfalls regelmäßig an Aufträge komme und mir so eine stabile Auftragslage sichere. Seit neuestem bin ich sogar im Redaktionsteam vom Top Magazin (Region Reutlingen/Tübingen) und schreibe eigene kleine Artikel, was mir die allergrößte Freude bereitet.

Heute kann ich also sagen: Messmerscharf läuft. Ich bin gut ausgelastet. Ich verdiene nicht die Welt, aber ich habe ein regelmäßiges Einkommen. Ich habe eine spannende, abwechslungsreiche und fordernde Aufgabe, die ich täglich mit neuer Begeisterung in Angriff nehme. Das ist wirklich so. Do what you love. Dafür bin ich dankbar.

 

Dankbar #1

Ich bin für sehr Vieles in meinem Leben dankbar. Heute greife ich einen Aspekt, einen Umstand oder einen Menschen auf, für den ich zurzeit besonders dankbar bin. Eine Serie.

„Einfach mal dankbar sein“ habe ich neulich ins Internet geschrieben. Viele meiner Facebook-Freunde haben dafür den Daumen nach oben gestreckt. Und ich dachte mir, warum  nicht darüber schreiben. Derzeit bewegt mich eine sehr große Dankbarkeit für die Menschen, die um mich herum sind.

Wir wohnen noch nicht sehr lange an diesem Ort, wo wir jetzt wohnen. Erst seit Januar 2013. Als wir uns dafür entschlossen, diesen Bauplatz zu kaufen und unsere Zelte hier aufzuschlagen, habe ich mir keine großen Gedanken gemacht. Es gibt hier nicht viel, eine Apotheke, einen Bäcker, eine Post. Aber wir sind ja mobil. Kindergarten und Schule hat es, das fand ich wichtig. Und nette Nachbarn, das wussten wir seit der Grundstücksbesichtigung, würden wir auch bekommen. Und ich würde durch verschiedene Krabbelgruppen sogar schon ein paar Leute hier kennen. Was will man mehr? Es kam besser.

Unser Kind kam in den Kindergarten und nach und nach lernten wir die anderen Kinder und Eltern kennen. Man hatte den gleichen Fußweg, kam ins Gespräch, die Kinder verstanden sich gut, verabredeten sich zum Spielen. Auf dem Heimweg hieß es dann immer öfter, „kommst du noch auf einen Kaffee mit rein?“, die Gespräche wurden vertraulicher, der Umgangston herzlicher. Eines Tages kam dann eine bezaubernde Person aus der Runde auf die Idee, am Pädagogischen Tag (sprich: es findet keine Kindergartenbetreuung statt) ein gemeinsames Frühstück zu organisieren. Das bedeutet im Klartext: Ungefähr 12 Mütter mit im Durchschnitt 2 Kindern. An einem Tisch. Was für ein fröhlicher, lauter, bunter Haufen! Diese gemeinsamen Vormittage wurden zum Selbstläufer. Kann man es sich schöner wünschen? Es wurde besser.

Irgendwann kamen ja dann auch noch die jeweiligen Papas und Männer dazu. Und was soll man sagen? Auch die verstanden sich blendend. Spätestens, als der eine (sicher nicht zufällig der Mann der bezaubernden Person) am Kindergartensommerfest eine Kühlbox mit kalten Bierflaschen beisteuerte, war jegliches Eis gebrochen. Seither denke und sage ich jedes Mal, wenn wir in irgendeiner Form zusammen kommen: „Hach, wir sind einfach so eine tolle Truppe!“ Und am besten beschreibt es wohl der Kommentar eines Ehemanns, der uns von oben zum Elternabend antraben sah: „Ach, da kommt ja deine Gang.“ Und genau so fühlt es sich an.

Natürlich geht es nicht nur um Spaß (Alkohol! Karaoke! Party!). Wir sind auch füreinander da. WhatsApp macht’s möglich – ist eine in einer Notlage, sind gleich fünf andere zur Stelle – mit dem passenden Medikament, mit dem guten Ratschlag, mit der schnellen Besorgung. Kann eine grad ihre Kinder nicht rechtzeitig abholen oder muss länger im Büro bleiben – eine findet sich immer, die die Kinder mitnimmt. Kinonachmittage, gemeinsame Freibadbesuche, Theaterfahrten, Spielplatztreffen. Selbst das Schwimmen haben unsere Kinder bei der besten Schwimmlehrerin der Welt – natürlich einem Gangmitglied – gelernt. Sorgen, Nöte, Alltagsprobleme – wir können über alles sprechen. Keine wird verurteilt, niemand lästert hinter dem Rücken der anderen, ganz ehrlich – wenn man so eine Clique im Fernsehen zeigen würde, es würde einem ja gar keiner glauben.

Kann man bei so einem Zusammentreffen von ausnahmslos netten, unkomplizierten, lustigen, klugen, hilfsbereiten, freundlichen und mitfühlenden Menschen von einer Selbstverständlichkeit sprechen? Nein. Es ist einfach ein großes, unendlich großes Glück, für das ich gar keine Worte finde. Ich fühle mich so gut aufgehoben und sicher. Geborgen inmitten einer Gruppe Menschen, die alle auf meiner Welle schwimmen. Mit denen zusammen sich richtig was auf die Beine stellen lässt und mit denen man es auch ordentlich krachen lassen kann. Ab und zu.

Besser geht es nicht.

Dafür bin ich dankbar.