1000 Fragen – #23

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441. Wie persönlich ist deine Einrichtung?
Hm. Ich habe keine Ahnung. Da ich sie zusammen mit dem besten Mann ausgesucht habe, ist sie wohl schon eher persönlich. Was gilt als persönlich, was als unpersönlich? Wieder mal kann ich mit einer Frage nicht recht was anfangen. Ich habe einige Fotografien an den Wänden hängen und Bilder, die mir etwas bedeuten. Das ist wohl schon persönlich? Im Eingangsbereich steht eine Kommode, die mein Ex damals aus der Fundkiste von IKEA angeschleppt hatte (ich hab nur mit den Augen gerollt). Sie ist insofern einzigartig, dass ihre Knöpfe gläserne Rosen sind. Aus irgendwelchen Gründen ist sie bei mir gelandet nach der Trennung und ich halte sie seit sehr vielen Jahren in Ehren, weil ich die Griffe wirklich schön finde. Ist das persönlich?

442. Welchen Songtext hast du jahrelang verkehrt gesungen?
Ich dachte lange, es heißt „Roman Catholic Choirs are singing“, dabei heißt es doch „Roman Cavalry Choirs are singing“, in Coldplays Viva la Vida. Ansonsten (geb ich jetzt mal offen zu, haha) schlage ich Songtexte, die ich nicht verstehe, auch gerne mal nach. Nicht umsonst habe ich hier immer noch eine beträchtliche top-Hefte-Sammlung rumliegen. Guckstu.

443. Würdest du gern viele Höhepunkte erleben, auch wenn du dann viele Tiefpunkte erleben müsstest?
Puh. Ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte, dass ich, aufgrund meines sehr einfach zu begeisternden Wesens, sowieso schon mehr Höhepunkte erlebe, als so der Durchschnittsmensch. Ich meine, mich macht ein kleines Herz auf einem Versandkarton glücklich. Also NOCH mehr geht fast gar nicht. Auf die Tiefpunkte verzichte ich also.

444. Mit wem hattest du vor Kurzem ein gutes Gespräch?
Ach ja. Keine Ahnung. Ich empfinde fast jedes Gespräch als angenehm oder gut oder bereichernd.

445. Was trinkst du an einem Tag vorwiegend?
Wasser. Mit oder ohne Sprudel, mit oder ohne geschmackliche Bereicherungen. Ich liebe ja die Sirups von diesen Typen hier. Quitte Kräuter. Njom.

446. Welches Lied hast du zuletzt gesungen?
Kam heut früh im Radio:

447. Kannst du über dich selbst lachen?
Ja. Immer öfter – das kommt mit dem Alter *chchch*

448. Wann hast du zuletzt eine Kopfmassage gehabt?
Bei meinem letzten Frisörbesuch!

449. Wie sieht der ideale Sonntagmorgen aus?
Gemütlich liegen bleiben, Pancakes, rumschlampern bis zur Sendung mit der Maus. Zusammen mit dem Filius und dem besten Mann. Mehr brauch ich nicht.

450. Machst du manchmal ganz alleine einen langen Spaziergang?
Sehr, sehr selten. Leider.

451. Wann hast du zuletzt Fotos eingeklebt?
Ach, ich glaub, das hab ich noch gar nie gemacht …

452. Worüber hast du vor Kurzem deine Meinung geändert?
Über Dekokram.

453. Wann wärst du am liebsten den ganzen Tag im Bett geblieben?
Wann nicht?

454. Glaubst du an eine offene Beziehung?
Das ist sicher keine Frage des Glaubens. Für den einen funktioniert so was, für den anderen halt nicht. Mir wäre das – unter anderem – viel zu anstrengend. Wann soll ich denn das alles auch noch machen? Ich brauch das nicht. Und ich könnte es auch glaube ich im umgekehrten Fall nicht gut aushalten.

455. Welches Gesetz würdest du einführen, wenn du in der Regierung sitzen würdest?
Sommerzeit abschaffen! Ein für alle mal.

456. Was würdest du mit einer Million Franken tun?
Erst mal in Euro umrechnen, wie viel das ist. Dann dem besten Mann geben, damit er es so managt, dass wir das Haus bequem abbezahlen können. Und dann so weiter leben, wie bisher, nur vielleicht (NOCH) ein bisschen angenehmer. Mehr reisen, sicher mal eine große USA-Westküsten-Tour mit dem Filius machen.

457. Wie hieß oder heißt dein Lieblingskuscheltier?
Ich hatte mal ein Monchichi, das hatte keinen anderen Namen, es hieß „mein Monchichi“. Das hab ich sehr gemocht. Ansonsten kann ich mich nicht erinnern, das ist irgendwie … muss ich jetzt in psychiatrische Behandlung?

458. Was war deine weiteste Reise?
Wahrscheinlich die Westküste der USA.

459. In welcher Haltung schläfst du am besten?
Auf der linken Seite.

460. Zu wem gehst du mit deinen Problemen?
Erst mal zu mir selbst. Wenn ich es nicht lösen kann, je nach Problem zum Fachmann, zur Freundin, zum Mann oder in eine Facebook-Gruppe *chchch*

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1000 Fragen – #22

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421. Welches Ritual hast du beim Duschen?
Kein Ritual. Warten, bis das Wasser warm ist, nass machen, einseifen, abwaschen, abtrocknen. Das macht doch jeder so.

422. Wie gefährlich ist deine Arbeit?
Null gefährlich!

423. Welchen Kinofilm hast du sehr genossen?
Ach ja. Kino. Eines meiner traurigsten Themen. Ich geh so selten. Das hat zum einen mit der beschränkten Ausgangszeit als Eltern zu tun. (Kinderkino zählt für mich jetzt hier mal nicht dazu). Zum anderen bin ich ein (im Netz ja gerne verspotteter und verhöhnter) Originalton-Snob. Sprich: Ich hasse es, synchronisierte Filme anzuschauen. Das kann mir gerne auch mal den ganzen Film vermasseln. Weil ich im Hintergrund immer die Mundbewegungen versuche abzulesen, um  herauszufinden, was der Schauspieler tatsächlich sagt. Da gibt es nämlich manchmal ganz schöne Übersetzungspatzer, und da graust es mich. Zum ersten Mal wurde mir das klar, als ich Anfang der 90er mein Au-Pair-Jahr machte und auf HBO „Dirty Dancing“ anschaute, den ich auf Deutsch quasi auswendig konnte. Das war sozusagen der Augenöffner. Seither traue ich keiner deutschen Übersetzung mehr. Und, tja, hier in der Provinz gibt es leider nur sehr wenige Gelegenheiten, Filme im Original zu sehen. Meist an einem Tag in der Woche abends um 11. Oder halt eine 40-minütige Autofahrt entfernt. Mit Genuss hat das echt nix zu tun. Schade.

424. Welches Brettspiel magst du am liebsten?
Neulich mit dem 7-Jährigen wieder entdeckt: Monopoly! So witzig. Aber mein Lieblingsbrettspiel ist das nicht. Ich spiele allgemein recht gerne, da fällt es mir schwer, ein Spiel besonders hervor zu heben.

425. Wem hast du zuletzt eine Postkarte geschickt?
Wahrscheinlich der Minnie.

426. Wie eng ist deine Beziehung zu deinen Verwandten?
Unterschiedlich. Meine Cousins und Kusinen werden von mir heiß und innig geliebt, auch die entfernteren. Zu einem bestimmten Zweig der Familie habe ich gar keinen Kontakt. Und manche Familienmitglieder, die ich sehr gerne habe, sind nicht wirklich verwandt mit mir.

427. Wann hast du zuletzt in ein Mikrofon gesprochen?
Bei unserem Chorauftritt im Oktober, als ich einen Teil davon moderiert habe. Und reingesungen hab ich auch *chchch*

428. Hast du gelegentlich Freizeitspaß?
Über dieses Wort muss ich schon arg lachen. Es erinnert mich so an „Maggi Nudelspaß“. Um die Frage zu beantworten: Ja, hab ich. Überwiegend versuche ich, mir meine Freizeit spaßig zu gestalten.

429. Was sind die drei schönsten Ereignisse des heutigen Tages?
Da es erst vormittags ist, gab’s da noch nicht sooo viele Ereignisse. Ein einigermaßen fröhlich aufgewachtes Kind, eine nette Kundenmail. Vielleicht kommt ja noch was.

430. Macht du manchmal einen Mittagsschlaf?
JA!

431. Findest du es wichtig, dass deine Meinung gehört wird?
Kommt aufs Thema an. Heutzutage hat ja jeder eine sehr ausgeprägte Meinung zu allem und tut diese in den sozialen Medien auch gerne ungefragt kund. Das vermeide ich. Wenn ich gefragt werde, ja, dann finde ich es gut, wenn meine Meinung auch angehört wird. Ungefragt gebe ich meinen Senf (hihi) nur dazu, wenn ich sie zum Beispiel zum Ausgleich für wichtig halte oder um falsch dargestellte Umstände richtig zu stellen.

432. Was ist dir in Bezug auf das andere Geschlecht ein Rätsel?
Wie es möglich ist, etwas zu suchen, direkt davor zu stehen und trotzdem fragen zu müssen, wo genau dieser Gegenstand einentlich ist.

433. Kannst du dich gut beschäftigen?
Ja.

434. Kannst du Dinge leicht von dir abschütteln?
Erlebnisse nicht, nein. Da mache ich manchmal noch jahrelang dran rum, manchmal auch unbewusst. Wenn ich mir bewusst werde, dass sie mich belasten, ich ja aber nichts mehr ändern kann, versuche ich aktiv, sie loszulassen. Das gelingt mal mehr, mal weniger gut.

435. Wie voll ist dein Bücherregal?
Voll. Deswegen bin ich auf ein virtuelles umgestiegen.

436. Bist du mit deiner Handschrift zufrieden?
Och, jo.

437. Können deine Hände machen, was dein Kopf will?
Wenn es um Alltagsdinge geht, ja. Ich kann leider nicht gut zeichnen.

438. Wie oft am Tag schaust du in den Spiegel?
Morgens beim Schminken. Jedesmal beim Händewaschen. Bevor ich aus dem Haus gehe.

439. Klagst du schnell über körperliche Beschwerden?
Definiere „schnell“. Wenn sie mich sehr einschränken, teile ich mich mit. Ansonsten eher weniger, denke ich.

440. Klickst du auf Facebook manchmal auf „gefällt mir“, obwohl du anderer Meinung bist?
Nein. Warum sollte ich?

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401. Was isst du am liebsten, wenn du frustriert bist?
Comfort Food.

402. Hast du mal etwas Übernatürliches oder Unerklärliches erlebt?
Ja. In den Wochen, nachdem mein Vater gestorben war und ich sehr intensiv versucht habe, mit ihm, wo auch immer er dann war, zu kommunizieren. Einmal ist Folgendes passiert: Wir sind kurz vor dem Tod meines Vaters umgezogen bzw. zusammen gezogen und waren in den folgenden Wochen auch damit beschäftigt, uns in der neuen Wohnung einzurichten. Eine Stange, die ich in der alten Wohnung in der Küche befestigt hatte, an der Küchenutensilien hingen, sollte auch in die neue Küche kommen. Allerdings fehlte eine Schraube für die Stange. Und da es ein IKEA-Produkt war, konnte man diese Schraube auch nicht einfach so ersetzen. Ich habe diese Schraube gesucht wie die Nadel im Heuhaufen. Ich habe den Kofferraum meines Lupos Quadratzentimeter für Quadratzentimeter abgetastet. Die Schraube war nicht aufzufinden. Als ich zum gefühlt hundertsten Mal am Kofferraum stand, entfuhr es mir: „Papa. Wenn du weißt, wo die Schraube ist, dann sag’s mir bitte, bevor ich verrückt werde.“ Eine Sekunde später war mir glasklar, wo die Schraube war: ich habe von der Abdeckung im Kofferraum eine Ecke umgeschlagen. Und da war sie. Ein anderes Mal ging es um den Fahrradschlüssel für sein Fahrrad. Auch da habe ich gefragt, wo der ist. Und auch da bin ich zielsicher zur entsprechenden Schublade marschiert und habe den Schlüssel heraus geholt.

Mir ist klar, dass das auch Zufälle sein können. Dennoch war mir in solchen Augenblicken mein Papa noch einmal ganz nah. Diese Momente wurden dann  immer seltener.

403. Welche Herausforderung musst du noch bestehen?
I’ll cross that bridge when I get there.

404. Wer hat dich in deinem Leben am meisten beeinflusst?
Meine Eltern, sicherlich, und meine Großeltern.

405. Was ist kleines Glück für dich?
Eine halbe Stunde auf dem Sofa. Dass ich diese fast täglich haben darf, ist wiederum ein sehr großes Glück.

406. Tust du manchmal etwas aus Mitleid?
Natürlich.

407. Wann hast du zuletzt einen Abend lang nur gespielt?
Ich denke, das war wohl im Urlaub. Kniffel oder Skip-Bo.

408. Bist du gut in deinem Beruf?
Ich denke schon, zumindest versuche ich es jeden Tag aufs Neue.

409. Wen bewunderst du?
Powerfrauen, die neben Kindern und Familie noch Weiterbildungen durchziehen und beruflich hohe Positionen stemmen. Ich hätte dazu überhaupt nicht die Energie und auch nicht den Ehrgeiz.

410. Hast du eine gute Gewohnheit, die du jedem empfehlen würdest?
Nie leer laufen.

411. Was überspringst du in der Zeitung?
Den Wirtschaftsteil der Regionalzeitung.

412. Was machst du, wenn du graue Haare bekommst?
Ich hab schon graue Haare. Da ich aber seit meinen frühen Zwanzigern meine Haare töne, macht das keinen Unterschied. Allerdings werden es natürlich ständig mehr. Wenn es genügend sind, lass ich sie mal rauswachsen. Um zu sehen, wie das aussieht. Ich stelle mir das ehrlich gesagt ziemlich cool vor.

413. Was war auf deinem letzten Instagram-Foto zu sehen?
Griebenschmalz. Also, der Deckel des Glases. Weil das zurzeit mein Guilty Pleasure ist (ich LIEBE ES).

414. Stehst du lieber im Vordergrund oder im Hintergrund?
Ich bin lieber im Hintergrund, finde mich dann aber doch immer wieder als Elternbeirätin, Bürgerinitiativensprecherin, Moderatorin bei Chorauftritten oder Solistin wieder. Ich hab das von meinem Vater, glaub ich. Kann das aber auch nur in Rollen machen, in denen ich mich absolut sicher fühle.

415. Wie oft lackierst du dir die Nägel?
Fingernägel nie (das ist mir ein zu kurzlebiges Vergnügen), Zehennägel im Sommer regelmäßig (also so alle vier Wochen, räusper). Im Winter eher weniger.

416. Bei welchen Nachrichten hörst du weg?
Bei keinen. Ich muss alles wissen. Früher hab ich mir den Radiowecker so gestellt, dass ich die Nachrichten noch hören konnte, bevor ich aufstehe.

417. Bei welcher TV-Sendung würdest du gern mitwirken?
Eigentlich bei Shopping Queen, natürlich. Was mich davon nachhaltig abhält ist die Tatsache, dass man seine Wohnung und vor allem den Kleiderschrank für alle zeigen muss. Das möchte ich überhaupt nicht. Ansonsten natürlich „The Voice“ oder mal wieder eine Quizshow; bei Günter Jauchs Millionär war ich ja schon. Leider erfolglos.

418. Womit belegst du dein Brot am liebsten?
Griebenschmalz.

419. Was ist deine größte Schwäche?
Fehlende Disziplin und Netflixsucht.

420. Wie kumpelhaft bist du?
Ziemlich.

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381. Wen hast du zu Unrecht kritisiert?
Muss ich drüber nachdenken.

382. Machst du manchmal Späße, die du von anderen abgeschaut hast?
Hauptsächlich von meinem Papa abgeschaute. Und die mache ich eigentlich hauptsächlich, um sein Andenken lebendig zu halten. Abgesehen davon finde ich es schwierig, andere zu kopieren – das kann eigentlich nur schief gehen.

383. Bestellst du im Restaurant immer das Gleiche?
Nein. Das ist rein logisch schon gar nicht möglich, da es ja zig verschiedene Restaurantarten gibt. Was ich sehr gerne im Restaurant bestelle, ist Fleisch, weil ich das zuhause nicht so oft mache bzw. auch nicht so lecker hinkriege. Und was echt immer geht, ist natürlich ein paniertes Schnitzel. Ich probiere natürlich auch gerne neue Sachen aus, klar!

384. Gibt es etwas, du insgeheim anstrebst?
Ein ordentliches, ausgemistetes, cleanes Zuhause.

385. Wie würdest du deine Zeit verbringen, wenn du alles tun dürftest, was du willst?
Wie im Urlaub. Mit Lesen, Schwimmen, Essen, tagsüber Alkohol, Dösen, Spielen, Faulenzen. Netflixen, Bummeln, Backen, Kaffeetrinken mit Freundinnen.

386. Was begeistert dich immer wieder?
Musik.

387. Welche Sachen kannst du genießen?
Schöne Musik, eine heiße Dusche, ein kühles Getränk, ein leckeres Essen, eine Umarmung, mein Bett, ein gutes Buch, einen Netflix-Abend, einen weichen Pullover, den Duft eines Frühlingsmorgens, den ersten Schnee, Kerzenschein, eine Tasse Kaffee, selbstgemachtes Quittengelee, den schlafenden Filius neben mir, eine gesellige Runde mit Freunden, ein gutes Stück Kuchen, einen Ausflug an den Bodensee, einen Wochenendausflug nach Graz, unseren Sommerurlaub, eine Stunde für mich alleine, die wöchentliche Chorprobe, die Sendung mit der Maus.

388. Findest du es schön, etwas Neues zu tun?
Wenn es etwas ist, das ich tun möchte, ja. Wenn es etwas ist, das ich tun muss – nicht unbedingt.

389. Stellst du lieber Fragen oder erzählst du lieber?
Kommt aufs Thema an.

390. Was war dein letzter kreativer Gedankenblitz?
Muss ich überlegen.

391. Bei welchem Song drehst du im Auto das Radio lauter?
Bohemian Rhapsody.

392. Wann hast du zuletzt enorm viel Spaß gehabt?
Vergangenen Sonntag beim Maultaschenessen in vertrauter Runde.

393. Ist dein Partner auch dein bester Freund oder deine beste Freundin?
Ja.

394. Welchen Akzent findest du charmant?
Französisch, Holländisch, Österreichisch.

395. In welchen Momenten des Lebens scheint die Zeit wie im Flug zu vergehen?
In den schönen, selbstredend.

396. Wann hast du zuletzt deine Frisur geändert?
Ich trage seit ca. 30 Jahren eine ähnliche Frisur. Was sich ändert, ist die Länge, die Farbe und der Schnitt (aber wirklich kaum merklich).

397. Ist an der Redensart „Aus den Augen, aus dem Sinn“ etwas dran?
Mal so, mal so.

398. Wie nimmst du Tempo aus deinem Alltag?
Mein Alltag ist gar nicht so temporeich. Als er das noch war, habe ich ziemlich darunter gelitten und das dann am Wochenende mit Nichtstun ausgeglichen. Heute bin ich in der glücklichen Lage, Pausen zu machen, und das zelebriere ich auch.

399. Machst du jeden Tag etwas Neues?
Sollte man tun, ja. Fällt mir allerdings schwer, gibt es da eine Liste, die man abarbeiten kann? Ich habe wenig Gelegenheit dazu, Neues zu tun.

400. Bei welchen Gelegenheiten stellst du dich taub?
Da fällt mir keine ein.

Well, that time has passed

„Das können die meinetwegen in ihren eigenen vier Wänden machen, aber doch nicht im Fernsehen!“ Wutentbrannt bricht es aus dem jungen Mann neben mir am Tisch heraus. „Und das bei der heutigen beeinflussbaren Jugend!“

Es geht um den Auftritt von Conchita Wurst und ihren grandiosen Sieg beim Eurovisionscontest im Jahr 2014. „Mein ganzes Land“, so mein Gegenüber, der aus Österreich stammt, „hat sich für  diesen Auftritt geschämt“.

Wenn das so sei, sage ich leise, dann ist das ein Armutszeugnis für dieses Land. Ich bin allerdings überzeugt davon, und sage das auch, dass das ganz sicher nicht so war. Ganz Europa hat diesen Sieg gefeiert, und ich ganz besonders, weil die Eurovision in diesem Jahr in Russland stattfand, einem Land, in dem Homosexuelle nach wie vor angefeindet, verfolgt, eingesperrt und verachtet werden. Das alles sage ich. Danach schweige ich.

Was ich – des Tischfriedens wegen – nicht gefragt habe, war, was mein Gesprächspartner denn fürchte, inwieweit die heutige beeinflussbare Jugend denn so schlimm von einem Travestiekünstler, der in Damenrobe und mit Vollbart so herzzerreißend schön vom Phoenix singt, der aus der Asche aufsteigt, beeinträchtigt werden könne? Fürchtet er, dass künftig die Straßen von kleidertragenden Männern mit Vollbärten bevölkert werden? Abgesehen davon, dass diese Idee lachhaft ist – was wäre denn so schlimm daran (außer das mit den Vollbärten meiner Ansicht nach, aber das wiederum ist ja Geschmackssache)? Was tut den Conchita Wurst gar so Furchtbares, dass man die Jugend vor ihr beschützen muss? Wieso fühlt sich ein junger Mann derart von einem Künstler bedroht, der in Frauenkleidern auftritt? Was stimmt hier nicht?

Besser, als wenn sie Flüchtlingsheime anzünden, denke ich, aber ich sage es nicht.

Ob er wirklich glaubt, dass der Auftritt eines Künstlers „die heutige Jugend“ (wenn ich das schon höre) schwul oder zum Transvestiten machen könne, denke ich, aber ich sage es nicht, sondern schaue nur verstohlen auf das sehr auffällige schwarze Tatoo auf dem Arm des Mannes und frage mich, wer oder was ihn wohl dazu gebracht haben mag. Ich schweige, weil ich in dieser Grundsatzdiskussion so ewig weit ausholen müsste, dass der Nachmittag dazu nicht ausreicht. Ich schweige, weil ich bei meinem Gegenüber eine Wand der Ablehnung, der Vorurteile und der spießigen, kleinbürgerlichen Piefigkeit spüre, die solche Diskussionen so müßig machen. Ich schweige auch, weil ich weiß, dass der Satz, der mir auf der Zunge liegt, möglicherweise die Stimmung ruinieren würde: „In ihren eigenen vier Wänden, ja? Besser noch in ein Lager wegsperren, oder? Dann fallen diese Leute niemandem zur Last. Hatten wir ja alles schon mal.“ Ich sage das nicht. Ich bin hier zu Gast. Ich möchte niemandem vor den Kopf stoßen.

Das Gespräch und auch mein eigenes, feiges Schweigen hallen jedoch in mir nach: Wie froh und glücklich war ich doch über diesen Eurovisions-Sieg. Ich sah darin ein Signal. Ein lang ersehntes Zeichen der Akzeptanz und Toleranz. ENDLICH, dachte ich, endlich sind wir angekommen in einer Zeit, in der jeder sein darf. In der sich niemand mehr verstecken muss, schämen muss, für das, was er ist oder sein möchte. Ich war wirklich überzeugt davon, dass der Spott, die Häme, die Ausgrenzungen und die Anfeindungen jetzt ein Ende haben müssen, oder dass zumindest ein Ende langsam in Sicht kommt. Dieser eigentlich so unbedeutende Sieg einer schillernden Figur in einem Schlagerwettberwerb bedeutete für mich den ultimativen Sieg der Freiheit. Der Freiheit derjenigen, die scheinbar „anders“ sind. Dieser Sieg bedeutete für mich eine Wegebnung für die Integration derjenigen, die „nicht dazu gehören“, „nicht normal“ sind. Für die selbstverständliche! Aufnahme derjenigen in unsere Gesellschaft, die schräg sind, schillernd, bunt, die unser Leben bereichern, unsere Gedanken erfrischen, die unseren Horizont erweitern und einfach dazu gehören, weil sie sind. Conchita Wurst war für mich „das neue NORMAL.“ Wie schön das wäre.

Scheinbar nicht. Heute, vier Jahre später, höre ich von einem Mann, wesentlich jünger als ich, solche Sprüche, und ich denke, wir sind noch lange, lange nicht soweit. Oder nicht mehr? In den vergangenen zwei Jahren habe ich es des Öfteren gedacht: Moment mal. Da waren wir doch aber schon mal drüber weg, oder? Das ist doch jetzt nicht wahr, dass wir diese eigentlich längst abgehakten Themen wieder durchdiskutieren müssen. ODER???

Unterm Strich schwöre ich mir zum hundertsten Mal, dass mein Sohn solche Sprüche nie, niemals von sich geben wird. Weil das einer der wenigen Beiträge ist, die ich leisten kann, um unsere Gesellschaft zu verändern. Und weil er vielleicht in solchen Situationen mutiger ist als ich und nicht bloß denkt und schweigt.

1000 Fragen – #19

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341. Worüber kannst du dich immer wieder aufregen?
Über die Diskussion zur Uhrumstellung und das Argument „aber dann ist es abends so schön lange hell“. (Neinichregmichnichtaufneinichregmichnichtauf)

342. Kann jede Beziehung gerettet werden?
Nein. Und muss auch nicht.

343. Mit welchem Körperteil bist du total zufrieden?
Mit meinen Händen und meinen Füßen. Überhaupt bin ich (und das war ein langer, harter Weg) insgesamt sehr dankbar für diesen Körper, der überwiegend einwandfrei funktioniert und mich sehr angenehm und bequem durch mein Leben trägt und dabei so viel aushalten muss.

344. Womit hältst du dein Leben spannend?
Ich finde das Leben an sich spannend genug, ich brauch das nicht künstlich spannend zu halten. Ich bin nicht der Typ, der Bungee-Jumping machen muss, um mich zu spüren. Mein Bestreben ist es eher, mein Leben regelmäßig zu ent-spannen.

345. Kannst du unter Druck gute Leistungen erbringen?
Ich kann nur unter Druck Leistung erbringen. Die ist dann auch meistens akzeptabel bis gut.

346. Welche Lebensphase hast du als besonders angenehm empfunden?
Rückblickend das Jahrzehnt zwischen 30 und 40. Ganzheitlich betrachtet befinde ich mich derzeit glaube ich in meinem entspanntesten, „angekommensten“ Jahrzehnt.

347. Findest du andere Menschen genauso wertvoll wie dich selbst?
Ähm. Selbstverständlich.

348. Hast du immer eine Wahl?
Hätt ich gerne. Aber manchmal wird die Wahl durch Umstände für mich getroffen.

349. Welche Jahreszeit magst du am liebsten?
Den Frühling. Den Sommer, wenn ich im Urlaub bin. Und den Herbst mag ich auch. Am Winter mag ich gerne die Adventszeit. Am allerwenigsten mag ich die Monate Januar bis März.

350. Wie hättest du heißen wollen, wenn du deinen Namen selbst hättest aussuchen dürfen?
Diese Frage finde ich überflüssig. Hätte, hätte, Herrentoilette. Ein Englischlehrer hat mal zu mir gesagt: „You look like Steffi and you are Steffi“. ’nuff said.

351. Wie eitel bist du?
Mal mehr, mal weniger. Ich achte schon auf mein Äußeres. In den letzten Monaten habe ich sehr unter meinen fuddeligen Haaren gelitten. Aber ich kann auch ungeschminkt. Ich wirke gerne auch mal mit meiner Persönlichkeit (*hüstel*). Und am wohlsten fühle ich mich unter Leuten, denen es schnurz ist, wie ich aussehe. Trotzdem: Ich gehe selten bis nie ungeschminkt aus dem Haus. Mit geschminkt meine ich: Eyeliner, Wimperntusche, Lippenstift. Feddsch.

352. Folgst du eher deinem Herzen oder deinem Verstand?
Ich habe gelernt, Bauchentscheidungen erst mal eine Nacht sacken zu lassen. Denn auch wenn mein Herz oft recht hat, ist es manchmal nicht klug, ihm zu folgen. Eine gute Mischung ist da schon wichtig. Bei den ganz großen Lebensentscheidungen aber hat das Herz wirklich immer die Oberhand. Es ist groß, mein Herz.

353. Welches Risiko bist du zuletzt eingegangen?
*kicher*. Ich bin ein gutes halbes Jahr mit abgelaufenem TÜV rumgefahren.

354. Übernimmst du häufig die Gesprächsführung?
Ich glaube schon. Das ist eine blöde Eigenschaft, finde ich. Ich versuche, daran zu arbeiten.

355. Welchem fiktiven Charakter aus einer Fernsehserie ähnelst du?
Wunschvorstellung: Kalinda Sharma. Wirklichkeit: Monica Geller. WICHTIG: Dabei geht es natürlich nicht um die Optik.

356. Was darf bei einem guten Fest nicht fehlen?
Tanzmusik!

357. Fällt es dir leicht, Komplimente anzunehmen?
Aber ja.

358. Wie gut achtest du auf deine Gesundheit?
Viel zu wenig, besonders was die Ernährung und Sport anbelangt. Immerhin gehe ich regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen.

359. Welchen Stellenwert nimmt Sex in deinem Leben ein?
Ja.

360. Wie verbringst du am liebsten deinen Urlaub?
Faul! Ich möchte am liebsten den ganzen Tag bis zum Hals im kühlen Wasser sitzen, bei einer Außentemperatur von ca. 30 Grad. Ein Apérol Spritz dazu, zwei Kugeln Eis mit Schlagsahne und meine beiden Lieblingsmänner im Blick. Perfetto.

1000 Fragen – #18

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361. Was war deine schlimmste Lüge?
Angeblich lügt ja jeder Mensch soundsooft am Tag. Das mag sein. An eine wirklich schlimme, dramatische, bewusste Lüge kann ich mich tatsächlich nicht erinnern. Hab ich vielleicht auch verdrängt. Allerdings denke ich bei dieser Frage daran, dass ich während einer insgesamt fünf Jahre währenden Beziehung mich drei Jahre lang selbst damit belogen habe, dass alles in Ordnung und ich glücklich sei. Damit habe ich vielleicht viel Schaden angerichtet – an mir selbst. Aber ich glaube, so war die Frage nicht gemeint.

362. Erweiterst du deine eigenen Grenzen?
Meinen Horizont, ja, aber meine Grenzen? Die Frage ist mir mal wieder zu allgemein gefasst. Ich müsste jetzt erst mal darüber nachdenken, wo meine Grenzen überhaupt sind. Und allein dies führt ja schon ins Unendliche. Also: Nein, ich denke nicht. Ich ziehe Grenzen, aber ich sehe keinen Anlass, sie zu erweitern. Oder doch manchmal? Wenn ich es mal bewusst tue, lasse ich es Euch wissen.

363. Kannst du gut Witze erzählen?
Ich kann mir jedenfalls keine merken. Mir fällt immer nur der eine ein: Sitzt das Häschen auf der Wiese und onaniert. Kommt der Jäger vorbei und fragt, „findest du das nicht ein bisschen obszön?“ Sagt das Häschen, „und ob das sssön ist.“ Wenn ich den erzähle, lachen immer alle. Aber ob das deswegen ist, weil ich den Witz „gut erzählt“ habe oder weil ich selber immer so lachen muss, das kann ich nicht sagen.

364. Welches Lied handelt von dir?
„You’re a Big Girl Now“ von Black. (Der leider schon gestorben ist, was ich persönlich wirklich sehr traurig finde!) Ich hab es mir gerade wieder mal angehört und Gänsehaut bekommen. Grandios. Hier ist es für euch:

365. Welche kleinen Dinge kannst du genießen?
Jede Zärtlichkeit vom Filius. Jede Umarmung. Jedes freundliche Wort. Jedes Stück Schokolade UND: immer gerne ein Eis. Ein großes Glas mit eiskaltem Gingerino-Mix. Das Lieblingslied im Radio. Den Duft von frischer Wäsche. Ein frisch bezogenes Bett. Die Tasse Kaffee am Nachmittag (gerne mit der bezaubernden Person). To be continued.

366. Wofür darf man dich nachts wecken?
Für Nöte und Sorgen. Alle Arten von Notfällen. Für einen Kuss. Zur Begrüßung/zum Abschied.

367. Was würdest du gern an deinem Äußeren ändern?
Ich hätte gerne schlanke Fesseln. Schon immer.

368. Was soll bei deiner Beerdigung mal über dich gesagt werden?
Schön, dass es sie gab.

369. Lässt du dich leicht zum Narren halten?
Also das kommt vollkommen auf mein Gegenüber an. Es gibt Menschen, die können mich jederzeit und mit jedem Thema hops nehmen und die tun das auch gerne. Andere wiederum durchschaue ich sofort.

370. Was würdest du gerne einmal tun, vorausgesetzt dass es keinesfalls schiefgehen könnte?
In einem Theaterstück mitspielen. Oder in einem MUSICAL! Das wär’s!

371. Muss man immer alles sagen dürfen?
Dürfen schon. Aber man muss nicht immer alles aussprechen.

372. Wem solltest du mehr Aufmerksamkeit schenken?
Den Hausarbeiten/Schulaufgaben des Filius.

373. Kannst du gut loslassen?
Nein. Aber wenn, dann tut’s so gut.

374. Wofür bist du dankbar?
Für mein gutes Leben.

375. Sind Komplimente von Leuten, die du nicht gut kennst, wichtig für dich?
Ich freue mich natürlich über jedes Kompliment. Aber Leute, die ich nicht gut kenne, sind mir grundsätzlich nicht wichtig. Deswegen ist es mir auch nicht wichtig, dass und ob mir fremde Leute Komplimente machen. Allerdings: Neulich, im Restaurant, als ich Schuhe trug, die modisch ein bisschen gewagt sind, habe ich mich über das Kompliment der Kellnerin („tolle Schuhe“) aber schon arg gefreut.

376. Vor welchem Tier hast du Angst?
Vor Stinktieren! Und vor Bären. Gänsen und Schwänen. Vor Schlangen und – leider – auch vor Spinnen.

377. Weswegen warst du zuletzt vollkommen verwirrt?
Es ist schon eine Weile her (fast zwei Jahre), aber bei der Schulanmeldung für den Filius war ich komplett durch den Wind. Ich weiß nicht warum, aber ich war dermaßen aufgeregt, dass es mir nicht gelungen ist, das kleine Bepperle auf die Stelle der Ortsübersicht zu kleben, wo wir wohnen. Ich hab den Plan nicht geblickt. Da das aber wichtig war für die Klassenzusammensetzung (wegen der jeweiligen Schulwege), also sprich: es war mir sehr wichtig, dass der Filius mit dem Nachbarsmädchen in eine Klasse kommt, bin ich nach zwei schlaflosen Nächten in die Schule gegangen und hab das richtig gestellt. Heute kann ich drüber lachen aber damals war das für mich eine große Aufregung – und Verwirrung.

378. Was hast du immer im Kühlschrank?
Milch, Butter, Eier, Marmelade, Meerrettichfrischkäse, Salami, Käse, Prosecco.

379. Genierst du dich dafür, dass du bestimmte TV-Sendungen schaust?
Hahaha! Nö. Kein bisschen. Warum auch? I’m a big girl now. Ich bin bekennendes Shopping-Queen Fangirl.

380. Wann hattest du die beste Zeit deines Lebens?
Der beste Mann sagt ja immer, ich soll das nicht immer so betonen. Aber. Als ich mich im Jahr 2002 aus dieser zufällig oben erwähnten Beziehung löste und mit dreißig Jahren zum ersten Mal alleine eine Wohnung bezog, begannen für mich die wunderbaren Jahre. Die Wohnung war groß und sehr hell und wirklich schön. Ich hatte meinen Kater Pierosch. Und ich war FREI. Mein Papa war noch gesund. Ich denke sehr, sehr gerne an diese Zeit zurück, weil sie so unbeschwert und mit sehr viel Spaß verbunden ist. Ausgehspaß, Partyspaß, ich hatte meinen grünen Lupo und meine DVD-Sammlung und eine beste Froindin, jeder erste Freitag im Monat war LaBoum im Perkins Park, donnerstags war After Work im P+K, ich hab mir mit nach Haus genommen, wen ich wollte und das Leben war sorglos und leicht. Und in dieser Zeit hab ich auch den besten Mann kennen gelernt. Also.

DAS ALLES BEDEUTET NATÜRLICH NICHT, DASS MEIN LEBEN HEUTE NICHT FANTASTISCH IST! (siehe Frage Nr. 374.)

1000 Fragen – #17

#1, #2, #3, #4, #5, #6, #7, #8, #9, #10, #11, #12, #13, #14 , #15 , #16

321. Was gibt dem Leben Sinn?
Das kann ich allgemein so nicht beantworten. Was gibt meinem Leben Sinn? Meine Familie, mein Sohn, meine Arbeit. Ab und zu in der Küche zu tanzen. Im Auto laut zu singen, den Moment zu genießen, die Freundin in den Arm nehmen. Morgens beim Aufwachen das kühle und unendlich weiche Bäckchen des Filius zu küssen. Mich freuen, wenn der beste Mann heim kommt. Sonntags um den Tisch sitzen und ein Spiel zu spielen. Ein gutes Buch zu lesen. All das, nicht nur das gibt meinem Leben Sinn.

322. Was hättest du gern frühzeitiger gewusst?
Dass eine Packung Ben&Jerrys Eiscreme 2500 Kalorien hat (Insider).

323. Wie alt fühlst du dich?
Um die 30.

324. Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust?
Kommt auf den Spiegel an. Im unteren Badspiegel sehe ich eine hübsche Version von mir. Im oberen Badspiegel sehe ich Augenringe und doofe Haare. Manchmal sehe ich mich, aber so ALT! Aber immer, wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich einfach mich und (wichtig!!!) ein aufmunterndes Lächeln. Weil’s hilft.

325. Kannst du gut zuhören?
Das kann ich selber nicht beurteilen. Ich höre gern zu, vielleicht hilft das.

326. Welche Frage wurde dir schon zu häufig gestellt?
„Hast du da einen Ausschlag?“ (meine Pigmentflecken im Halsbereich meinend, mit denen ich geboren bin. Die sind mal mehr, mal weniger auffallend. Und nein, es ist kein Ausschlag, es tut nicht weh, es juckt nicht und es ist auch nicht weiter bedenklich.)

327. Ist alles möglich?
Ja.

328. Hängst du an Traditionen?
Ja, Segen und Fluch zugleich.

329. Kennt jemand deine finstersten Gedanken?
Ich gehöre zu den glücklichen Menschen, die wenige finstere Gedanken hegen. Und dann kommt’s drauf an. Meistens teile ich diese dann nicht und es gelingt mir, sie selbst zu vertreiben.

330. Wie sieht für dich der ideale Partner aus?
Der ideale Partner muss dein bester Freund sein. Miteinander lachen, sich bedingungslos vertrauen können, über die Macken des anderen hinwegsehen können und dem anderen seine Freiräume lassen. Wer das selbst kann und im anderen findet, hat den idealen Partner gefunden.

331. Wonach sehnst du dich?
Nach besseren, friedlicheren, toleranteren und sichereren Zeiten.

332. Bist du mutig?
Gar nicht. Ich habe ein sehr großes Sicherheitsbedürfnis.

333. Gibt es für alles einen richtigen Ort und eine richtige Zeit?
Daran glaube ich, ja.

334. Wofür bist du dir zu schade?
Ich bin mir für sehr wenig zu schade. Allerdings hört es sofort auf, wenn ich das Gefühl habe, ausgenutzt zu werden oder nicht geschätzt zu werden.

335. Könntest du ein Jahr ohne andere Menschen aushalten?
Niemals. Auch wenn ich das Alleinsein sehr genießen kann, so macht mich zuviel davon doch trübsinnig. Irgendwo muss ich doch meine 13 000 Worte loswerden, oder wie viele hat eine Frau täglich zur Verfügung?

336. Wann warst du zuletzt stolz auf dich?
Als ich drei Nächte in einem Zirkuswagen ohne Klo ohne Murren übernachtet habe, obwohl ich immer nachts aufs Klo muss und das in diesem Fall dann komplett Anziehen, raus in die Kälte, im Stockdunkeln zum Klowagen und zurück laufen bedeutet hat. Es ging dann schon. Aber eins kann ich euch sagen: Nie wieder.

337. Bist du noch die Gleiche wie früher?
Erst stand hier: Nein, gar nicht. Aber das stimmt natürlich nicht – in vielerlei Hinsicht bin ich noch immer die Gleiche wie „früher“ – vielleicht oder hoffentlich aber eine bessere Version davon. In anderer Hinsicht habe ich mich aber bestimmt geändert. Ich arbeite an mir und manches bekomme ich tatsächlich hin. Und auch wenn das niemand hören will: durchs Älterwerden, durchs Elternsein, durch Beziehungen und Freundschaften, durch die vielen Erfahrungen die man macht und aus denen man lernt, verändert man sich. Und ich finde das auch gut. Insofern bin ich eine völlig Andere als „früher“: Ich find mich ganz in Ordnung so, wie ich heute bin.

338. Warum hast du dich für die Arbeit entschieden, die du jetzt machst?
Weil ich sie leidenschaftlich gerne tue. Weil sie mir die Vereinbarkeit von Beruf und Fürs-Kind-Dasein ermöglicht.

339. Welche schlechte Angewohnheit hast du?
Ich schaue viel, viel zu oft ins Handy, das NERVT mich selber. Vor allem wenn ich auf dem Sofa vor dem Fernseher sitze. Grauenvoll.

340. Verfolgst du deinen eigenen Weg?
Wessen Weg soll ich denn bitte sonst verfolgen?

Sometimes, only sometimes, I question everything

Das Leben, wie es so seinen Lauf nimmt, lehrt einen ja vieles. In den letzten Wochen wurde ich – nicht zum ersten Mal – daran erinnert, dass man sich niemals nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen soll. „Sei wachsam“, singt Reinhard Mey (in einem anderen Zusammenhang, aber nichtsdestoweniger), und er hat so recht.

Sei wachsam, innerhalb deiner Beziehungen, Freundschaften und bei deiner Arbeit. Verlass dich nicht auf den Status Quo. Niemand ist berechenbar und Dinge und Verhältnisse, die du für selbstverständlich und gesetzt hältst, können morgen schon erschüttert sein. Sei wachsam und bleibe ständig „in progress“. Halte den Kontakt zu deinen Leuten! Es genügt nicht, jemanden einfach zu mögen. Man muss es ihm ab und zu sagen. Manchmal muss man auch ein Vertrauensverhältnis hinterfragen. Manchmal wird ein selbstverständlich angenommenes Vertrauen bis auf die Grundmauern erschüttert. Dann muss man es wieder aufbauen, wenn einem was an der Freundschaft liegt. Das alles ist Arbeit, die getan werden muss, wenn man Beziehungen zu anderen Menschen pflegt. Vom Nichtstun wird nix besser.

Freundschaften, manche zumindest, sind, daran wurde ich in den letzten Wochen erinnert, ein gläsernes, zerbrechliches Konstrukt. Missverständnisse, nicht Gesagtes, zuviel Gesagtes – all das kann eine Freundschaft nachhaltig verletzen. Eitelkeiten, Egos, Ich-Bezogenheit – das alles sind Feinde einer guten Freundschaft. Eine sehr liebe, langjährige Freundin hat mir einmal einen Ratschlag ihrer Therapeutin mitgegeben: „Treten Sie einfach mal einen Schritt zurück“. Soll heißen: Wenn man nicht weiter weiß, hilft es meistens, sich selber aus einer Situation raus zu nehmen und diese von außen zu betrachten. Ich habe mir das angewöhnt. Und siehe da: In 99 von 100 Fällen ist es so, dass ich sofort als erstes erkennen kann, was ICH in der Situation falsch gemacht habe und auch, was ich tun kann, um schief Gelaufenes wieder gerade zu richten. Manchmal hilft es tatsächlich, gar nichts zu sagen bzw. gar nicht zu reagieren und sich einfach zu beruhigen. Ich erinnere mich beispielsweise gerne zuerst mal an meine persönlichen Umstände (hoher Blutdruck, schlecht oder zu wenig geschlafen, andere Sorgen, die mich bedrücken) und in dem Moment, in dem ich mir meine (Über-)Empfindlichkeit eingestehen kann, ist der ganze Dampf raus, und ich muss mein Gegenüber gar nicht mehr anpflaumen. Nur so als Beispiel.

Anders sieht es natürlich aus, wenn man wirklich verletzt wird, passiert eben leider auch ab und an, wir sind ja alle nur Menschen. Wenn man zu Unrecht beschuldigt oder angeklagt wird. Wenn das Gegenüber sein eigenes Süppchen kocht und ohne Rücksprache zu Ergebnissen kommt, die mit meiner Wirklichkeit gar nichts mehr zu tun haben. Dann wird es komisch, denn ein Vertrauensbruch – ein Sich-nicht-anvertrauen gilt ebenso als solcher – ist schwer zu kitten. Was tun, wenn ein Freund, eine Freundin einen Verrat unterstellt und diese Unterstellung einen bis aufs Fundament erschüttert? „Treten Sie einen Schritt zurück“, ja, und was tun, wenn ich auf meiner Seite keine Verantwortung erkennen kann? Einen Schritt zurück bleiben. Das Gespräch suchen und reden, reden, reden. So denke ich.

Jedenfalls. Das alles mag ein bisschen wirr klingen und aus dem Zusammenhang heraus keinen Sinn ergeben. (Hinweis an dieser Stelle: Ich schreibe hier nicht über meine Partnerschaft/Familie, es ist alles bestens, danke.) Ich schreibe dies auf, weil ich das alles im Alltag selber gern mal vergesse. Wachsam zu sein, nach meinen Leuten zu schauen, Konflikte zu lösen, am besten bevor sie erst entstehen. Mich selber mitzuteilen (niemand kann Gedanken lesen!), Missverständnisse aus dem Weg räumen. Auch mal Unbequemes ansprechen. All das lass ich selber nur all zu gerne schleifen. Bis einem dann, BOOOM, alles um die Ohren fliegt. Und im schlimmsten Fall ist es dann zu spät.

Seid wachsam.

 

1000 Fragen – #16

#1, #2, #3, #4, #5, #6, #7, #8, #9, #10, #11, #12, #13, #14 , #15

301. Worin bist du ein Naturtalent?
Im Auswendiglernen von Songtexten.

302. Welche Person um dich herum hat sich in letzter Zeit zum Positiven verändert?
Das kann ich jetzt so gar nicht sagen. Die Personen in meinem Umfeld sind glaube ich alle fertig entwickelt.

303. In welcher Situation warst du unfair?
Ich bin dem Filius gegenüber oft unfair, weil ich so einen kurzen Geduldsfaden hab. Und dabei ist er so ein folgsames, braves Kind. Da hätte er von meiner Seite so viel mehr Nachsicht verdient. Ich arbeite dran.

304. Fühlst du dich fit?
Gar nicht.

305. Sind deine finanziellen Angelegenheiten gut geregelt?
Ich denke schon. Ist ein bisschen weit gefasst, der Begriff.

306. Von welchem Buch warst du enttäuscht?
Oh, eine Bücherfrage. Ich hab da ja schon mal ähnlich geantwortet: Bei der Masse an Büchern, die ich so im Laufe der Zeit verschlungen habe, kann ich mich da an keines speziell erinnern. Ich glaube, „enttäuscht“ hat mich bisher noch kein Buch wirklich, es hat mir vielleicht dann einfach nicht gefallen. Ist ja auch Geschmackssache.

307. Welchen Grund hatte dein letzter Umzug?
Der Bau der Villa Kunterbunt und damit eben die Gründung unseres Zuhauses.

308. Neigst du zum Schwarz-Weiß-Denken?
Nein, ich hoffe nicht.

309. Was fühlst du, wenn du verliebt bist?
Anfangs ist das ja so, als ob man einen elektrischen Stromschlag bekommen hat und vor lauter Blitzenergie nicht mehr weiß, wohin mit sich. Schlafen, essen, still sitzen, das alles geht kaum mehr. Es ist ein super schönes, aber auch sehr anstrengendes und energieraubendes Gefühl, das sich zum Glück mit der Zeit verändert. Dauerhaft erstverliebt sein, das hält ja kein Mensch aus.

310. Gehört es zum geselligen Beisammensein, viel zu essen und zu trinken?
In meinem Umfeld schon. Die Verpflegung, auch alkoholisch, muss immer gesichert sein.

311. Welche Dinge stehen noch auf deiner To-do-Liste?
Heute? Toiletten putzen. Handtücher waschen. Die Basar-Sachen vollends fertig machen und zur bezaubernden Person bringen, eine Ladung Altkleider in den Container bringen und in dem Zug dann auch ENDLICH mal das Altglas entsorgen, Nachher vorkochen für heute Abend. Wenn der Filius vom Schulausflug zurück ist, ihn verpflegen und dann zum Hallentennistraining begleiten. Danach mich selber schick machen, denn heute Abend habe ich mit meinem Frauenchor zusammen noch ein kleines Konzert (das große ist am Sonntag).

Auf der übergreifenden, sprich ewigen To-Do-Liste stehen noch so Dinge wie Fenster putzen, endlich mal alle gerahmten Fotografien aufhängen, Ausmisten (AUSMISTEN! AUSMISTEN!) und das Wellness-Wochenende mit dem besten Mann buchen.

312. Hegst du oft Zweifel?
Ja.

313. Womit bist du unzufrieden?
Mit meiner Disziplin.

314. Mit welchem Gefühl besteigst du ein Flugzeug?
Ich bin früher sooo gerne geflogen. Meist war ich dann im Vorfeld so aufgeregt und überdreht, dass ich sofort eingeschlafen bin, wenn mein Po den Sitz berührt hat. Heute ist das anders. Erstens habe ich Angst (das hängt mit dem Muttersein zusammen). Zweitens kann ich nicht mehr schlafen, aus Gründen – es ist mir mittlerweile zu unbequem, mich stören die Geräusche, mich stören fast alle Menschen um mich herum UND: das on-board Entertainment macht mich fertig. Ich schaffe es auf einem Langstreckenflug locker, eine ganze Staffel irgendeiner TV-Serie zu glotzen. Ist halt auch ne Art Sucht. Aber um die Frage zu beantworten: Mit einem sehr durchwachsenen Gefühl steige ich ins Flugzeug in der Hoffnung, wieder heil zu landen. (Und dass meine Sitznachbarn sich gewaschen haben.)

315. Gilt für dich die Redensart „Eine Hand wäscht die andere“?
Kommt auf die Richtung an. Wer mir einen Gefallen tut, mir hilft, mich unterstützt usw. , der kann mit meiner Unterstützung und Hilfe auf  jeden Fall und jederzeit rechnen. Wenn ich jemandem helfe, erwarte ich keine Gegenleistung, weil es für mich selbstverständlich ist, zu helfen, wenn es geht.

316. Bist du schon mal schikaniert worden?
Nein.

317. Wie spontan bist du?
Überhaupt nicht. Das geht sogar so weit, dass mir Leute auf die Nerven gehen, die sich selber als „spontan“ beschreiben. Da schaudert’s mich. Ich könnte da jetzt einen ganzen Roman drüber schreiben, wie bescheuert ich es finde, „spontan“ sein zu müssen oder „spontan“ als tolle Eigenschaft hervorzuheben. Nein, ich bin nicht spontan und ICH WILL ES AUCH GAR NICHT SEIN!

318. Unterstützt du bestimmte Menschen bedingungslos?
Natürlich. Meine Familie und meine engen Freunde. Was sollte ich denn für Bedingungen an meine Unterstützung knüpfen?

319. In welcher Angelegenheit hast du Schuldgefühle?
Fällt mir momentan keine ein.

320. Wie viele Jahre schon dauert deine längste Freundschaft?
40 Jahre.